Mittwoch, 12. Juli 2017

Stoffdiät #3

Und wieder sind 2 Monate rum und alle Stoffdiätwilligen versammeln sich bei Frau Küstensocke, um ihre Fortschritte (oder eben keine) zu zeigen.
Nochmal zu meinem Ziel: Ich möchte am Ende des Jahres mehr Stoff vernäht als gekauft haben.
Und da sieht es bei mir momentan ganz gut aus.
Schauen wir doch mal, was ich seit dem letzten Treffen geschafft habe:
diese Hose
(mehr dazu hier). Den Stoff (2m dünner Baumwollchambrey) habe ich gekauft und gleich vernäht.

Diesen Badeanzug:
Stoffverbrauch 2,5m aus dem Bestand, mehr dazu hier.

Diese beiden Kleider aus Viskosejersey aus dem Bestand. Und ein T-Shirt aus dem Rest.
inzwischen mit schwarzen Ärmelabschlüssen
Mehr dazu hier und hier.
Stoffverbrauch: -3,5m.

Dann das (Alp)traumkleid mit Happy End. (-2,5m)
Für den Urlaub habe ich mir 3 Hosen und 2 Tuniken nach eigenen Schnitten genäht. Allerdings habe ich die Stoffe dazu neu gekauft.
Stoffverbrauch je Hose 1m, je Tunika 1,5m --> -6m
Aus Bestandsstoff habe ich für meine Tochter eine Shorts genäht: -0,5m Jeansstoffrest. (Leider kein Foto, die Hose ist mit der Tochter in den Reiterferien...)

Das macht in Summe für die letzten 2 Monate
Stoffkauf: 8m
Stoff vernäht: 17m

Und insgesamt für dieses Jahr:
Stoffkauf 40,3m
Stoffverbrauch 49,7m

Na das sieht doch gut aus. Aber... ABER...
Ich werde in meinem diesjährigen Sommerurlaub an einem Stoff&Stil-Geschäft vorbeikommen.
Und ich fürchte, nach Verlassen des Ladens kann ich wieder von vorn beginnen mit dem Stoffabbau.
Nunja, das ist halt mein Hobby. Und eine Strategie gegen die Rückfallgefahr habe ich nur insofern, dass ich mir fest vorgenommen habe, nur Stoffe zu kaufen, die ich zeitnah vernähen will. Und das habe ich bisher in diesem Jahr auch wirklich immer geschafft.
Vielleicht werde ich im Stoffladen mir vor allem die Stoffe ansehen und anfassen und dann im Hinterkopf abspeichern für einen späteren Onlinekauf. Ja, das klingt nach einer guten Idee...
In diesem Sinne wünsche ich euch einen schönen Sommer und viele Erfolge beim Stoffabbau.

Mittwoch, 5. Juli 2017

Urlaubsgarderobe

Beim MeMadeMittwoch heißt das Motto heute "Ich packe meinen Koffer...". Bei mir stimmt das sogar, denn in einer Woche geht es los - an die Ostsee. Urlaub bedeutet bei mir meistens legere Kleidung, campingtauglich, mehr Hosen als Kleider.
Deshalb habe ich mir einige Kombinationen aus Jerseyhose und Tunika genäht.
Das Schnittmuster für die Tunika habe ich mir von einem Kaufshirt abgenommen, werde bei der nächsten Version aber an den Seiten noch etwas zugeben.
Die Hose ist ebenfalls nach einem eigenen Schnitt, und es gibt davon eine ganze Reihe:
Die schwarze ist neu, die anderen sind schon mehrere Jahre alt. Die weiße will ich vor dem Urlaub noch ersetzen, auch eine dunkelblaue ist noch geplant. Alle Hosen haben als Saumabschluss ein Bündchen mit Knöpfen.
Oberteile dazu habe ich auch mehr als genug.
Fällt euch was auf? Ich habe die Ärmel mit einem schwarzen Streifen versehen, so sieht es irgendwie vollständiger aus. Davon gibt es noch mehr.
Alle nach dem gleichen Schnittmuster, siehe hier.

Und außerdem packe ich noch meinen neuen Badeanzug ein.
Genäht nach einem Schnittmuster aus der Ottobre, weiß gerade nicht welche.
Modell B
Und nun wünsche ich allen Selbernäherinnen einen schönen Sommer.







Dienstag, 4. Juli 2017

Die 3 Gleichen

In der Mitte Thüringens, direkt an der A4 zwischen Gotha und Erfurt liegen 3 Burgen. Die Mühlburg-Ruine, die Wachsenburg, heute Hotel und Gaststätte und die Ruine der Burg Gleichen. Alle 3 zusammen werden die 3 Gleichen genannt.
Und es gibt einen Wanderweg (Gustav-Freytag-Weg), der alle 3 Burgen auf einem Rundkurs miteinander verbindet. Diesen sind wir am Wochenende gewandert.
Mühlburg
Mühlburg innen



Von der Mühlburg geht es dann auf einem langgezogenen Bergrücken durch den Wald zur Wachsenburg.
Wachsenburg von unten

Hier wurde die Wegmarkierung etwas lückenhaft, so dass wir den Aufstieg zur Wachsenburg verpasst haben. Weiter führte der Weg über Felder und Wiesen (und unter der Autobahn durch) zur Burg Gleichen.
Burg Gleichen

Von hier muss man dann nur noch nach unten, wieder Autobahn unterqueren und ist zurück in Mühlberg. Dort war Schützenfest. Und Rassetierausstellung.

Die gesamte Wanderstrecke betrug ungefähr 15km.

Und am nächsten Tag entstand dann dieses Bild:
Aquarell und Tusche, 20x30cm

Und das schicke ich zum Creadienstag

Samstag, 1. Juli 2017

Ein Traum von einem Kleid...

...ein Alptraum! Allerdings dann doch mit Happy End.
Aber beginnen wir am Anfang. Am Anfang war der Stoffkauf. Online. Keine Ahnung, welche Gedankengänge letztlich dazu führten, mir 3m beigen Viskose-Crepe zu bestellen. Beige! Rentnerbeige!!
Beige Kleidungsstücke lassen mich krank aussehen, und eigentlich finde ich die Farbe sowieso schrecklich.
Also wanderte der Stoff jahrelang von einer Ecke in die andere. Die Struktur und der Fall des Stoffes waren toll, eine Seite rauh (wie Crepe eben), die andere Seite seidig glänzend. Sehr schwer. Aber BEIGE!
Dieses Jahr nun kam mir die rettende Idee - Färben! Dass ich da nicht schon früher drauf gekommen bin. Also habe ich in meiner Bastelschublade gesucht und habe jeweils eine halbe Packung Farbe in Terracotta und Bordeaux gefunden. Also kurzerhand den Stoff in die Waschmaschine, die Farbe dazu, und es entstand eine tolle tiefdunkelrostrote Färbelauge.

Die Vorfreude war groß, die Enttäuschung noch größer: Nach dem Ausspülen war fast keine Farbe im Stoff geblieben. Offenbar besteht mein Viskosecrepe nur zu einem geringen Teil aus Viskose und zum größeren Teil aus Plastik.
Nun war aus dem Beige auf der glänzenden Seite eine astreine Hautfarbe geworden, daraus ein Kleid, das wäre, als würde man nackt gehen 😱. Die linke Seite wurde altrosa, auch nicht so mein Ding.
links die Vorderseite, rechts die Innenseite - eigentlich

Dann hatte ich die nächste gute Idee: Kontrastfarbene Blenden. Ein schöner dunkelroter Leinenstoffrest war leider nicht in der benötigten Menge vorhanden, aber bordeauxfarbene Webviskose.
Und natürlich musste die linke, dunklere Stoffseite nach außen.
Dieses Schnittmuster habe ich mir ausgesucht, allerdings habe ich die Seitennähte über der Hüfte ein wenig nach außen geschwungen.
Quelle burda 04/2016
 Und dann ist doch ein tragbares Kleid herausgekommen.
Mit großem Rückenausschnitt.
PS: Inzwischen fiel mir auch wieder ein, was ich mit dem Stoff eigentlich vorhatte. Es sollte ein Futterstoff für ein Kleid werden aus einer dünnen Viskose, die durchsichtig wie Chiffon ist. Nunja, dann brauche ich wohl einen neuen Futterstoff.

Mittwoch, 21. Juni 2017

Und noch ein Kleid

Nach dem gleichen Schnittmuster wie das letzte Mal 
 habe ich mir gleich noch ein zweites Kleid genäht.
Aus einem ganz wild gemusterten Viskosejersey. Damit die Blende sich nicht wieder so verzieht, habe ich sie aus schwarzem Baumwollbatist genäht.

Wenn ich mir die Bilder so ansehe, sollte ich vielleicht den Ärmeln einen schwarzen Streifen als Saumabschluss gönnen, das gibt ein stimmigeres Bild mit der schwarzen Blende.
Mal sehen, ob ich mich dazu aufraffen kann. Normalerweise tue ich mich schwer damit, ein fertiges und schon getragenes Kleidungsstück nochmal abzuändern. Besonders, da ich jetzt mein Stofflager nach einem schwarzen Jerseyrest durchsuchen muss. Lieber nähe ich etwas Neues.
Wie ist das bei euch, ändert ihr im Nachhinein öfter noch mal?

Und nun verlinke ich mich beim MeMadeMittwoch, wo uns 700Sachen ein zauberhaftes Umstandskleid zeigt. Und genau wie sie möchte ich mich hier bei den Macherinnen des MeMedeBlogs bedanken. Ich freue mich jede Woche auf den Mitrtwoch, und immer wieder bekomme ich Inspiration für neue Kleidungsstücke, Denkanstöße, Ideen...

Mittwoch, 14. Juni 2017

Ein Kleid, ein Kleid!

Nach langer Zeit der Unentschlossenheit, was ich denn nähen könnte - schließlich ist der Kleiderschrank gut gefüllt - habe ich mir mal wieder ein Kleid genäht.
Um dazu Lust zu haben, mussten es erst 33°C Außentemperatur werden.
Ein dünner Viskosejersey. Eigentlich hatte ich mit dem Stoff etwas anderes vor, aber manchmal entscheiden die Stoffe selber, was sie werden wollen.
Also dieses Schnittmuster, verlängert zum Kleid.
Ich habe dieses Schnittmuster schon mehrmals genäht, sowohl aus Jersey als auch als Webware, es hat beides Vor- und Nachteile. Aus Jersey ist es ein elendes Gefummel, in der vorderen Mitte ca. 30cm Stoff auf 5cm einzukräuseln und das dann noch unfallfrei an die Blende zu kriegen, die sich trotz Einlage immer verzieht. Bei der Webware-Version geht das besser, dafür sind aber die Armlöcher etwas klein, das muss ich bei der nächsten Version beachten.
Aber das Kleid ist schön luftig und nicht so eng an der Taille, das mag ich bei diesen Temperaturen nicht so gerne. Hier sieht man den Stoff ganz gut:
(Und auch die verzogene Blende...)
Aus dem Reststoff habe ich mir noch ein T-Shirt genäht. Da es nur noch kleines Stück war, kam mir der Schnitt "Kirsten Kimono Tee" von Maria Denmark gerade recht, der schlummerte schon seit langem in der Schublade.
Die Hose dazu habe ich hier schon vorgestellt.
Und nun verlinke ich beim MeMadeMittwoch, wo uns Wiebke ein wunderbares Kleid zeigt, das auch noch auf meiner Nähliste steht.

Wiebke fragt, wie wir es so handhaben  mit gemusterten oder Uni-Stoffen. Mir geht es ebenso wie ihr - bei gemusterten Stoffen kaufe ich immer gern und schnell. Wenn es dann aber ans Nähen geht, fehlen mir oft die einfarbigen Stoffe. Oft schon habe ich Musterstoffe gekauft, und dann hat es eine Weile gedauert, bis ich dazu kam, diese Stoffe zu vernähen, und plötzlich gefiel mir das Muster nicht mehr. (Bei meinem heutigen Kleid war es genau so, eigentlich wollte ich nicht unbedingt ein Blümchenkleid. Aber bevor ich neue Stoffe kaufe, müssen erst noch ein paar Lagerbestände weg. #Stoffdiät)

Mittwoch, 7. Juni 2017

MMM

Auf dem MMM-Blog* sind wir heute aufgerufen, Streifen zu zeigen. Leider habe ich so gar nichts Gestreiftes, zumindest nichts selbst Genähtes.
Aber eigentlich ist ja kariert so was wie doppelt gestreift, oder?
Also zeige ich euch heute mein kariertes Hemd aus Baumwollflanell.
Eigentlich ist es ein Freizeit- und Urlaubskleidungsstück, aber irgendwie war mir heute morgen nach legerer Kleidung.

Genäht nach einem Ottobreschnittmuster
Ottobre 5/2014
Dieses Mal komplett ohne Änderungen genäht, das mache ich ja selten. Der Stoff war äußerst knapp, da aus den 3m auch noch eine Bluse für meine Tochter herauskommen sollte.
Das hier war alles, was übrigblieb:
Daraus musste ich dann noch die Schrägstreifen für die Ärmelschlitze zaubern. Für eine doppelte Schulterpasse hat der Stoff leider nicht mehr gereicht, aber das sieht man ja nicht von außen.

Nun wird es aber langsam mal wieder Zeit, Kleider zu nähen.
Liebe Grüße
*Leider hat die Verlinkung zum MMM-Blog nicht geklappt :-(

Mittwoch, 31. Mai 2017

Richtungsänderung

Am vergangenen langen Wochenende habe ich meine Stoffvorräte sortiert und Nähpläne gemacht.
Ich beteilige mich ja (eigentlich) an der "Stoffdiätaktion" von Frau Küstensocke, auch wenn ich dabei nicht so wirklich vorankomme. Das Ziel dieser Aktion soll ja sein, den Vorrat an Stoffen, den man so zu Hause rumliegen hat, zu verringern. Das geht a) durch mehr nähen aus Bestandsstoffen und b) weniger Stoffkauf. Insbesondere bei Online-Bestellungen habe ich ja gerne außer dem eigentlich benötigten Stoff noch den einen oder anderen Stoff dazubestellt und in Gedanken etliche Nähprojekte daraus hergestellt, für die mir dann in der Realität doch die Zeit fehlte.
Nun habe ich also sortiert und musste feststellen, dass ich sehr viele Stoffe geschenkt bekommen habe, für die mir so gar kein konkretes Projekt einfällt, außer Nachthemden vielleicht. Probekleider habe ich noch nie genäht. Wahrscheinlich muss ich da doch mal was weggeben oder wegschmeißen...
Dann gibt einen ganzen Schwung Stoffe aus oben genannten Online-Bestellungen, die alle mal für jeweils ein Kleid gedacht waren. Zu einigen davon existieren sogar ganz konkrete Pläne, z.B. hier
ein dünner Baumwollstoff
und hier
Viskosejersey. Variante 35 sollte es werden.

Die meisten Sommerkleider der letzten Jahre passen mir nicht mehr oder sind verschlissen oder gefallen mir nicht mehr. Und dann saß ich vor meinem Stoffhaufen und wusste nicht, wo anfangen. Nichts von meinen geplanten Projekten erschien mir wirklich erstrebenswert zu nähen.
Da dämmerte mir die Erkenntnis: Ich will eigentlich gar kein Kleid nähen! Jahrelang habe ich fast ausschließlich Kleider genäht und getragen, aber offenbar ist diese Phase gerade vorbei.

Ich brauche eine Hose. Eine luftige, flattrige, leichte Sommerhose.

Und so habe ich dieses Exemplar hier genäht.

Das Schnittmuster ist das hier aus der burda 04/2014.

Allerdings sind von dem Originalschnittmuster nur noch die Passe, die vorderen Taschen und die Falten übriggeblieben. Die Länge und Weite der Hosenbeine habe ich deutlich verändert, und hintendrauf gabs noch ein paar Taschen, dazu den Gummizug unten. Die Falten habe ich ein ganzes Stück zugenäht.
Den Stoff musste ich kaufen, einen ganz leichten Chambray aus dem örtlichen Stoffladen.

Und nun habe ich eine Hose, mit der ich total glücklich bin, in der ich mich richtig wohlfühle, und zu der nun sogar wieder alte Shirts passen, die ich schon fast aussortiert hätte.
Das weiße ist diese Bluse
burdastyle 05/2014
aus einem dünnen naturweißen Viskosejersey. Die Passe habe ich mit Elastikspitze gedoppelt.
Und diese rote Bluse lag auch schon mal auf dem aussortierten Haufen:

schlechtes Spiegelselfie, da keine Fotografin da.
Aus Viskose mit kleinen weißen Punkten, ebenfalls nach einem burda-Schnitt, die mir für Röcke immer zu lang und für (enge) Jeans zu kurz schien.

Und nun brauche ich neue Oberteile.

Hiermit verlinke ich zum MeMadeMittwoch, in dem uns heute Sybille vom Büro für schöne Dinge in einem schönen Hemdblusenkleid begrüßt.

Liebe Grüße

Mittwoch, 24. Mai 2017

Mein 10. MeMadeMittwoch

Hallo Ihr Lieben,
das ist heute nun schon mein 10. Mal, dass ich am MeMadeMittwoch teilnehme. Wer hätte das gedacht. Drüben begrüßt uns heute Tanja vom Blog "Die fesche Lola" in einem ganz entzückenden neuen Kleid.
Ich trage heute eine Bluse nach einem uralten Burdaschnitt (>20Jahre alt schätzungsweise), den ich im vorigen Jahr wiederfand und für ganz brauchbar hielt und gleich 2 Sommerblusen daraus genäht habe.
Der Stoff ist die gewebte Viskose von Stoff&Stil.
Die Bluse ist eigentlich ganz einfach - abgesehen vom Kragen besteht sie nur aus Rechtecken.
Die gleiche Bluse gibt es nochmal aus dem gleichen Stoff, nur in staubblau.
Die Hose ist aus meinem geliebten Ottobreschnitt (eigentlich "Curvy Fit", das ist der gleiche Schnitt für große Größen)
Der geblümte Stoff ist ein Stretch-Baumwoll-Satin, wobei sich der Stretchanteil dabei erschöpft, unter Belastung nachzugeben, aber nicht wieder zurückspringt, so dass die Hose nach einem Mal tragen ziemlich ausgebeult aussieht.
Und nun möchte ich mich an dieser Stelle noch für eure Kommentare zu meinem letzten Post bedanken. Ich hatte letzte Woche leider keine Zeit, auf jeden einzeln zu antworten, aber ich gelobe Besserung.
Liebe Grüße